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Endlich "drin"













100 Schritte bis Neuland

Wenn in der Presse von „schnellem Internet“ geschrieben wird, tauchen oft die Namen ländlicher Bezirke in den äußersten Ecken unserer Republik auf. Dass bis heute in der so hochtechnisierten „Stadt der Raumfahrt“ noch so manches Niemandsland des Internets besteht, mag verwundern. Aber: So ist es. Im Industriegebiet am Bremer Kreuz kann es heute noch passieren, dass man beim Aufruf einer ganz normalen Internetseite eine Frühstückspause einlegen kann, bevor alle Bilder auf dem Bildschirm erscheinen.

Schluss damit! Noch 100 Meter, dann ist bei uns am Bremer Kreuz endlich auch die Internetsteinzeit vorbei. Was die Telekom nie wirklich wollte, QSC nicht konnte und Vodafone immer nur versprochen hat, lösen wir jetzt mit einem Glasfaserkabel der Firma Bremen Briteline. Jetzt dürfen wir es ja sagen: Wir haben die schnellsten Bogendruckmaschinen der Welt, aber die langsamsten Datenleitungen des Internets. Bei großen Datenmengen schnappte sich unser DTP-Leiter Jens Wetzel seinen Laptop, fuhr nach Hause in die Bremer Innenstadt um dort die wichtigen Kundendaten zu laden. Für einen Download eines 24seitigen Prospekts wurden so aus 8 Stunden 20 Minuten. Und nicht selten gab es bei Arbeitsbeginn am Morgen in unserer Vorstufenabteilung lange Gesichter, wenn ein am Vorabend gestarteter Datendownload am nächsten Morgen noch nicht durch war.

Jetzt haben wir uns mit einigen anderen Firmen im Industriegebiet zusammengeschlossen und finanzieren so gemeinsame Datenleitungen, die dem heutigen höchsten Stand der Technik entsprechen.